Madrid verhängt Rekordstrafe von 80.800 Euro gegen AC/DC wegen Lärmbelästigung
Wieslaw JähnMadrid verhängt Rekordstrafe von 80.800 Euro gegen AC/DC wegen Lärmbelästigung
Der Stadtrat von Madrid hat im Jahr 2025 seine höchste Strafe gegen ein Konzert der Band AC/DC im Stadion Metropolitano verhängt. Bei der Veranstaltung wurden nachts die zulässigen Lärmgrenzen um fünf bis zehn Dezibel überschritten, was zu einer Geldbuße in Höhe von 80.800,80 Euro führte. Anwohner hatten zuvor bereits Bedenken wegen Lärmbelästigung, Verkehrsproblemen und Bewegungseinschränkungen in der Gegend geäußert.
Der Rat überwachte im Jahr 2025 insgesamt 29 Veranstaltungen im Stadion. Vierzehn davon hielten sich vollständig an die Lärmvorschriften, während bei vier Verstöße festgestellt wurden. Die meisten Konzerte müssen spätestens um Mitternacht enden, wobei es Ausnahmen für Freitage, Samstage und Feiertage gibt.
Das AC/DC-Konzert wurde als „sehr schwerer“ Verstoß eingestuft. Die städtische Polizei maß die überhöhten Dezibelwerte während der Nachtstunden. Auch zwei weitere Veranstaltungen mussten Strafen zahlen: Die Band Imagine Dragons erhielt eine Geldbuße von 500 Euro für eine nächtliche Überschreitung um vier Dezibel, und das Internationale Madcup-Jugendfußballturnier wurde mit 180 Euro für einen ähnlichen Verstoß am Tag belegt.
Um die Lärmprobleme einzudämmen, hat der Stadtrat Maßnahmen wie schallabsorbierende Paneele und eine kontrollierte Ausrichtung der Beschallungsanlagen eingeführt. Die Staatsanwaltschaft der Provinz Madrid prüft den Fall nun, nachdem der spanische Bürgerbeauftragte entschieden hatte, nicht weiter zu ermitteln.
Das AC/DC-Konzert erhielt die höchste Strafe des Jahres für Lärmverstöße. Andere Veranstaltungen mussten geringere Bußgelder für kleinere Überschreitungen zahlen. Mit seinen Milderungsmaßnahmen strebt der Stadtrat an, die akustischen Belastungen für die Anwohner zu verringern.






