03 April 2026, 08:16

Marl gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt

Messingtafel am Boden mit der Inschrift "Hier Wohnte Heiman Leezer", ein Denkmal für einen deutschen Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg starb.

Marl gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt

Marl gedenkt am Volkstrauertag mit feierlichen Veranstaltungen am Sonntag, 16. November

Unter dem Motto "Erinnern heißt Verantwortung übernehmen" stehen in diesem Jahr die Gedenkfeiern in Marl. Mit Reden, Kranzniederlegungen und persönlichen Reflexionen wird der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

Die zentrale Gedenkveranstaltung beginnt um 14 Uhr am Creiler Platz in der Nähe der Büste von Dietrich Bonhoeffer. Bürgermeister Thomas Terhorst und Benedikt Stelthove werden Ansprachen halten, bevor sie einen Kranz niederlegen. In ihren Reden betonen sie die Bedeutung von Erinnerung und Verantwortung.

Junge Mitglieder der Jugendfeuerwehr Marl-Lenkerbeck berichten von ihren Eindrücken eines Besuchs im Außenlager Hersbruck, einem von über 1.000 Nebenlagern unter nationalsozialistischer Herrschaft. Das Lager war Teil eines brutalen Systems, in dem Häftlinge für die Rüstungsindustrie zwangsverpflichtet wurden. Viele dieser Lager – wie etwa die dem KZ Flossenbürg unterstellten – waren Schauplätze extremer Leiden und hoher Sterblichkeit.

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An mehreren Orten in Marl werden zudem Kränze niedergelegt. Die Gedenkfeiern finden bereits am Samstagabend sowie über den gesamten Sonntag verteilt statt, um eine breite Teilhabe an den Erinnerungsmomenten zu ermöglichen.

Die Veranstaltungen in Marl bringen Bürgerinnen und Bürger zusammen, um derer zu gedenken, die in Konflikten und unter Tyrannei ihr Leben verloren. Durch Reden, persönliche Berichte und symbolische Gesten bekräftigt die Gemeinschaft ihr Bekenntnis, die Geschichte wachzuhalten. Die Feierlichkeiten mahnen, wie sehr die Vergangenheit die Gegenwart prägt.

Quelle