NRW investiert Millionen in Dörfer am Rand der Braunkohletagebaue Hambach und Garzweiler
Edeltrud WagnerNRW investiert Millionen in Dörfer am Rand der Braunkohletagebaue Hambach und Garzweiler
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach besucht Dörfer am Rande der Braunkohletagebaue Hambach und Garzweiler
Am Montag reiste Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach in sechs Ortschaften nahe den Braunkohletagebauen Hambach und Garzweiler. Bei einem "Zukunftstag" kündigte sie Millioneninvestitionen an, um Gemeinden zu unterstützen, die vom beschleunigten Kohleausstieg der Region betroffen sind.
Die Ministerin stellte 14,3 Millionen Euro für die Aufwertung von fünf Dörfern im Kreis Erkelenz bereit: Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath. Die Mittel fließen in die Modernisierung zentraler Infrastruktur wie Kanalisation und Straßen. Zudem soll ein ehemaliger Kindergarten in Keyenberg zu einem Dorfgemeinschaftszentrum umgebaut werden.
Das Überleben dieser Ortschaften ist Ergebnis einer Vereinbarung aus dem Jahr 2022, mit der Nordrhein-Westfalen den Ausstieg aus der Braunkohle schneller als geplant vorantreibt. Erkelenz rechnet insgesamt mit rund 170 Millionen Euro für die erhaltenen Siedlungen – ehemalige Bewohner erhalten dabei Vorrang beim Rückkauf ihrer Häuser. Die benachbarte Gemeinde Merzenich sicherte sich unterdessen 60 Millionen Euro für den Wiederaufbau von Morschenich, einschließlich der historischen Kirche.
Scharrenbach betonte, dass die Energiewende den betroffenen Gemeinden wieder Stabilität bringen müsse. Die Fördergelder seien ein Schritt, um den Menschen, die durch den Bergbau vertrieben wurden, ihre Häuser und Perspektiven zurückzugeben.
Die angekündigten Investitionen sollen die Infrastruktur modernisieren und prägende Bauwerke in den geretteten Dörfern wiederaufbauen. Bewohner können nun ihre Grundstücke zurückerwerben, während die Kommunen mit den Wiederaufbauplänen voranschreiten. Die Mittel markieren einen wichtigen Schritt zur langfristigen Sicherung dieser Gemeinden.






