Merkur setzt auf Nordamerika: Tausende Spielautomaten sollen den Markt erobern
Wieslaw JähnDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur setzt auf Nordamerika: Tausende Spielautomaten sollen den Markt erobern
Deutscher Spieleautomatenhersteller Merkur expandiert mit ehrgeizigem Exportplan nach Nordamerika
Der deutsche Spielautomatenhersteller Merkur baut seine Präsenz in Nordamerika mit einer mutigen Exportstrategie aus. Das Unternehmen, das weltweit bereits über 100.000 Spielautomaten betreibt, plant in den kommenden Jahren Tausende seiner Geräte in die USA und nach Kanada zu liefern. Dieser Schritt folgt auf eine Phase stetigen Wachstums: 2024 stieg der Umsatz auf 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Den Einstieg in den nordamerikanischen Markt vollzog Merkur 2025 mit der Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Gaming Arts. Durch diesen Deal erhielt das Unternehmen direkten Zugang zum amerikanischen Markt, wo es im ersten Jahr zwischen 800 und 1.000 Automaten absetzen will. Innerhalb von drei Jahren soll die Zahl auf 5.000 Geräte pro Jahr steigen.
Sämtliche Spielautomaten von Merkur werden im Werk des Unternehmens in Lübbecke (Deutschland) produziert. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 15.300 Mitarbeiter, wobei der britische Markt nach Deutschland der zweitwichtigste Absatzmarkt ist. Unternehmenschef Lars Felderhoff betont die USA als zentrale Chance und verweist auf die hohe Marktdichte und das Wachstumspotenzial in dem Land.
Bis 2026 rechnet Merkur mit einem Umsatzanstieg von 10 Prozent auf etwa 2,3 Milliarden Euro. Ein größerer Anteil dieses Umsatzes soll dabei aus dem Ausland stammen – insbesondere aus Nordamerika. Neben dem physischen Export setzt das Unternehmen zudem auf die Steigerung der Online-Umsätze und den Ausbau zu einem noch internationaler aufgestellten Konzern.
Die Expansion nach Nordamerika markiert einen wichtigen Schritt in Merkurs globaler Strategie. Mit einer klaren Produktionsbasis in Deutschland und ambitionierten Absatzzielen positioniert sich das Unternehmen für langfristiges Wachstum. Der Erfolg des Vorhabens hängt maßgeblich von der Nachfrage in den USA und Kanada ab, wo Merkur durch die jüngste Übernahme nun deutlich stärker vertreten ist.






