Mönchengladbachs 0:3-Debakel gegen Bayern: Rot, VAR und strittige Schiri-Entscheidungen
Edeltrud WagnerMönchengladbachs 0:3-Debakel gegen Bayern: Rot, VAR und strittige Schiri-Entscheidungen
Borussia Mönchengladbach erlitten eine deutliche 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern München in einem Spiel, das von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen geprägt war. Die Gastgeber mussten den Großteil der Partie mit zehn Mann bestreiten, nachdem Jens Castrop früh mit Rot vom Platz gestellt worden war. Unterdessen blieb Bayerns Torhüter nach einem möglichen Handspiel außerhalb des Strafraums ohne Konsequenzen – eine Entscheidung, die unter Fans und Experten gleichermaßen für Diskussionen sorgte.
Die Partie nahm im 19. Spielminute eine entscheidende Wende, als Castrop den Bayern-Spieler Luis Díaz mit einem rüden Foul stoppte. Der Schiedsrichter zeigte zunächst Gelb, änderte die Entscheidung nach VAR-Überprüfung jedoch in Rot. Mönchengladbach musste die verbleibenden 70 Minuten damit in Unterzahl spielen.
Später im Spiel traf der Ball den Bayern-Keeper Jonas Urbig am Arm außerhalb des Strafraums. Der Unparteiische ließ weiterspielen und begründete dies damit, dass der Kontakt unfreiwillig gewesen sei und keine klare Torchance vereitelt habe. Urbig selbst unterstützte die Entscheidung nach dem Spiel und betonte, es habe keinen Regelverstoß gegeben.
Nach dem Abpfiff stellte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Klarheit zu beiden Szenen her. Alex Feuerherdt, Sprecher der DFB-Schiedsrichterkommission, wies Vorwürfe eines Handspiels durch Urbig zurück. Der Ballkontakt am Arm des Torwarts sei weder absichtlich gewesen noch habe er gegen die Regeln verstoßen, erklärte er.
Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit hatte Mönchengladbach große Mühe, die vollzähligen Bayern in Schach zu halten. Die Münchner nutzten ihre Überlegenheit gnadenlos aus und sicherten sich mit dem 0:3 einen souveränen Sieg.
Die Niederlage bedeutet für Mönchengladbach null Punkte aus dieser Begegnung, während der FC Bayern seine starke Serie fortsetzt. Castrops Platzverweis und die Nichtahndung von Urbigs Handspiel wurden zu den prägenden Momenten der Partie. Die DFB-Stellungnahmen sollten die Kontroversen beilegen – doch die Diskussionen über die Entscheidungen dürften anhalten.






