09 May 2026, 12:18

Mozarts Così fan tutte wird zum realen Beziehungsexperiment auf der Bühne

Ein Mann und eine Frau in Smokings stehen auf einer Bühne und halten Mikrofone, während eine Gruppe von Musikern hinter ihnen in einem dunklen Setting sitzt.

Mozarts Così fan tutte wird zum realen Beziehungsexperiment auf der Bühne

Das Staatstheater Wiesbaden verwandelt Mozarts Così fan tutte in ein kühnes Echtzeit-Experiment über Liebe und Treue. Für die kommende Spielzeit wird die Inszenierung 20 junge Paare direkt auf die Bühne holen und so die Grenze zwischen Darstellung und Wirklichkeit verschwimmen lassen. Karten für diese ungewöhnliche Interpretation des Opernklassikers kosten jeweils 10 Euro.

Regisseurin Marie-Ève Signeyrole entwirft die Oper als immersives Erlebnis neu. Statt einer klassischen Bühnenfassung betreten die Zuschauer eine Kunstschule, in der sie als Studierende ein Experiment beobachten. Don Alfonso, die treibende Figur der Handlung, leitet den Test über Treue und Begierde.

Die Vorstellung beginnt, noch bevor das Publikum Platz genommen hat. Kostüme, verborgene Wege und ausgetauschte Blicke ziehen die Teilnehmenden direkt ins Geschehen – die übliche Distanz zwischen Darstellern und Zuschauern entfällt. Signeyroles Ziel ist es, die Oper dazu zu bringen, sich selbst zu hinterfragen: Was bleibt von Treue und Liebe, wenn sie auf die Probe gestellt werden?

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Das Theater sucht junge Paare zwischen 18 und 35 Jahren, die mitmachen möchten. Opernerfahrung ist nicht erforderlich, doch Bewerber sollten Mut und Humor mitbringen. Die ausgewählten Paare werden zum Kernstück der Produktion – ihre spontanen Reaktionen und Entscheidungen entfalten sich live auf der Bühne.

Diese frische Deutung von Così fan tutte stellt echte Beziehungen ins Zentrum. Für 10 Euro erhält man Zugang zu einer Aufführung, in der sich Fiktion und Realität auflösen. Das Experiment ist Teil des kommenden Spielplans und bietet die seltene Gelegenheit, Mozarts Werk durch eine moderne, interaktive Linse zu erleben.

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