15 May 2026, 06:18

Nobelpreis 2024 geht an María Corina Machado – Trump bleibt leer aus

Eine Zeichnung von sitzenden und stehenden Menschen, die "Den Friedensvertrag für alle Parteien" diskutieren.

Nobelpreis 2024 geht an María Corina Machado – Trump bleibt leer aus

Nobelpreis für María Corina Machado – Trump trotz Gaza-Waffenruhe leer ausgegangen

Der Nobelpreis für Frieden 2024 wurde am Freitag an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado verliehen. Die Entscheidung fiel trotz Forderungen einiger Stimmen, den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für seine Rolle bei der Vermittlung einer Waffenruhe im Gazastreifen auszuzeichnen. Seitdem äußern sich sowohl Befürworter als auch Kritiker zur Frage, wer die Auszeichnung verdient hätte.

In einer weiteren Entwicklung wurden diese Woche auch Führungswechsel bei der Zeit Verlagsgruppe bekannt gegeben.

Trump erhielt den diesjährigen Friedensnobelpreis nicht – obwohl in jüngster Zeit behauptet worden war, seine Diplomatie im Nahen Osten rechtfertige die Auszeichnung. Der frühere US-Präsident hatte eine Feuerpause in Gaza ausgehandelt, was bei einigen Beobachtern auf Zustimmung stieß. Der politische Kommentator Ulf Poschardt nannte Trump einen „brillanten Strategen und Machtpolitiker“ und argumentierte, er habe die Auszeichnung „wie kein anderer westlicher Politiker“ verdient.

Doch das Komitee entschied sich stattdessen für María Corina Machado. Die venezolanische Aktivistin setzt sich seit Langem für Demokratie in ihrem Land ein und sah sich dabei Repressionen durch die Regierung sowie Exil ausgesetzt.

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Kritik an Trumps Nominierung kam aus anderen Lagern. Josef Joffe, der scheidende Vorstandsvorsitzende der Zeit Verlagsgruppe, wies die Idee zurück. Er stellte Trumps Charakter und Bilanz infrage und schlug vor, dass Aktivisten aus Myanmar, Hongkong, Belarus oder dem Iran eher als Preisträger infrage gekommen wären. Joffe, auch bekannt unter dem Pseudonym Essen, wird im Februar 2026 zurücktreten und sein Amt an Nils von der Kall übergeben.

Die Debatte um den Preis entfaltete sich, während der Branchennewsletter kressexpress weiterhin über Umbrüche in der Medienlandschaft, Personalwechsel und Stellenangebote berichtete.

Die Entscheidung des Nobelkomitees unterstreicht Machados langjährigen Kampf für demokratische Rechte in Venezuela. Die Diskussionen über Trumps Auslassung spiegeln hingegen die tieferen Spaltungen wider, die sein außenpolitisches Erbe begleiten.

Bei der Zeit Verlagsgruppe markiert der anstehende Führungswechsel das Ende von Essens Amtszeit – ab Anfang 2026 wird von der Kall die Geschäfte übernehmen.

Quelle