NRW plant schärfere Regeln für fast 2 Millionen Grundsicherungsempfänger bis 2025
Uta PatbergFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW plant schärfere Regeln für fast 2 Millionen Grundsicherungsempfänger bis 2025
Nordrhein-Westfalen: Fast 2 Millionen Menschen beziehen Ende 2024 Grundsicherungsleistungen
Ende 2024 erhielten in Nordrhein-Westfalen fast 2 Millionen Menschen Leistungen der Grundsicherung – das entspricht etwa jedem neunten Einwohner des Landes. Nun plant die Landesregierung umfassende Reformen des Systems, darunter strengere Auflagen und schärfere Sanktionen für diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten.
Die schwarz-rote Koalition hat Änderungen beim Bürgergeld angekündigt, das künftig unter dem Namen Grundsicherung firmieren soll. Im neuen System müssen Leistungsbezieher strengere Mitwirkungspflichten erfüllen; bei Verstößen drohen härtere Konsequenzen.
Der Großteil der Empfänger bezieht derzeit noch Bürgergeld: Über 1,55 Millionen Menschen sind darauf angewiesen. Weitere 321.000 Personen erhielten Grundsicherung im Alter, während die Zahl der Asylbewerberleistungen um 15.100 auf 88.555 Empfänger sank.
Deutliche regionale Unterschiede bei den Bezugsquoten Besonders hoch ist der Anteil in Gelsenkirchen im Rheinland, wo 21,7 Prozent der Bevölkerung auf Grundsicherung angewiesen sind. Den geringsten Wert verzeichnet Raesfeld im Kreis Borken mit nur 3,7 Prozent.
Die Reformen sollen die Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen neu ausrichten. Mit den verschärften Bedingungen werden die Änderungen fast 2 Millionen Menschen im Land betreffen. Wann die neuen Regeln in Kraft treten, steht jedoch noch nicht fest.






