NRW verschärft 2026 die Regeln für Holzöfen gegen Feinstaub und Schadstoffe
Wieslaw JähnNRW verschärft 2026 die Regeln für Holzöfen gegen Feinstaub und Schadstoffe
Nordrhein-Westfalen verschärft Regeln für Holzöfen zur Luftreinhaltung
Nordrhein-Westfalen (NRW) bereitet strengere Vorschriften für Holzöfen vor, um die Luftverschmutzung zu reduzieren. Ab Januar 2026 müssen Schornsteinfeger Öfen melden, die die Emissionsgrenzen nicht einhalten. Die Maßnahme folgt einem bundesweiten Verbot besonders schadstoffreicher Modelle, das in diesem Jahr in Kraft trat.
Die Bundesregierung hatte die Regelungen erstmals 2010 mit der Ersten Bundesimmissionsschutzverordnung verschärft. Damals wurde eine Frist bis 2024 gesetzt, um ältere, stark emittierende Öfen schrittweise abzuschaffen. Während Bundesländer wie Rheinland-Pfalz diese Vorgaben bereits umsetzen, fehlt in NRW bisher ein entsprechender Erlass.
Laut Umweltbundesamt ist die Wohnraumheizung weiterhin eine der Hauptquellen für Feinstaubbelastung. Moderne Öfen stoßen deutlich weniger Schadstoffe aus als ältere Modelle, doch viele Haushalte nutzen weiterhin veraltete Geräte. Thomas Mücher, Gründer der Initiative "Luft Köln" für saubere Luft, setzt sich seit Langem für strengere Kontrollen ein, um die Luftqualität zu verbessern.
Ab dem kommenden Jahr drohen Nutzern verbotener Öfen nach dem 31. Dezember 2024 Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Kritiker bemängeln jedoch, dass das neue Meldeverfahren die Kommunen zusätzlich belasten wird. Städte könnten mehr Personal benötigen, um die erhöhte Zahl an Kontrollen und Durchsetzungsmaßnahmen zu bewältigen.
Ziel der geplanten Änderungen ist es, schädliche Emissionen durch Holzheizungen in ganz NRW zu verringern. Schornsteinfeger übernehmen dabei eine Schlüsselrolle bei der Identifizierung nicht konformer Geräte. Da bisher noch keine rechtlich verbindliche Anweisung vorliegt, bleibt abzuwarten, wie sich die Umsetzung in der Praxis gestaltet.






