Samsung kauft FläktGroup für 1,5 Mrd. – während Schokoladenriesen fusionieren
Uta PatbergSamsung kauft FläktGroup für 1,5 Mrd. – während Schokoladenriesen fusionieren
Zwei große europäische Geschäfte in den Bereichen Technologie und Lebensmittel wurden bekannt gegeben. Samsung Electronics übernimmt für 1,5 Milliarden Euro die FläktGroup, während die Gubor Schokoladen GmbH und die Colian Holding SA ihre Aktivitäten zusammenlegen. Beide Transaktionen zielen darauf ab, die Marktpositionen in ihren jeweiligen Branchen zu stärken.
Samsung Electronics hat sich mit der FläktGroup, einem Spezialisten für Lüftungs-, Heiz- und Klimasysteme, auf einen Kauf geeinigt. Das Unternehmen beschäftigt 3.500 Mitarbeiter in 65 Ländern. Der Deal im Wert von 1,5 Milliarden Euro soll Samsungs Position im Bereich der Kühlung von Rechenzentren ausbauen und die steigende Nachfrage nach solchen Systemen bedienen. Die Kanzlei White & Case beriet Samsung rechtlich bei der Übernahme. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende des Jahres erwartet, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigungen.
In einem separaten Schritt haben die Gubor Schokoladen GmbH und die Colian Holding SA ihre Fusion bekannt gegeben. Das fusionierte Unternehmen wird 12 Produktionsstandorte in drei Ländern betreiben, rund 4.200 Mitarbeiter beschäftigen und jährlich etwa 85.000 Tonnen Süßwaren sowie 140 Millionen Liter Getränke produzieren. Die Kanzlei Clifford Chance beriet die NordLB bei einer Kreditfazilität in Höhe von 100 Millionen Euro zur Unterstützung der Fusion.
Die Commerz Real, eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, hat zudem einen 6-Prozent-Anteil an der Holdinggesellschaft M31 erworben. Dadurch hält sie indirekt 4,5 Prozent am Übertragungsnetzbetreiber Amprion. Hogan Lovells stand Commerz Real bei der Transaktion rechtlich zur Seite.
Die Übernahme der FläktGroup durch Samsung wird die Fähigkeiten des Technologiekonzerns im Bereich Rechenzentren erweitern. Die Fusion von Gubor und Colian schafft einen größeren Süßwaren- und Getränkehersteller mit einer breiteren Marktpräsenz. Die Investition der Commerz Real stärkt ihre Position in der Energieinfrastruktur. Alle Transaktionen stehen noch unter dem Vorbehalt der endgültigen Genehmigungen.
