13 April 2026, 08:17

Seltene Jugendstil-Vase bringt vergessene Krefelder Gießerei J. P. Kayser zurück ins Rampenlicht

Schwarzes und weißes Foto eines Raums mit zahlreichen Vasen und Dekorationsgegenständen in einer Collage-Anordnung, mit Text unten, von der Imperial Factory in London stereoskopischen und fotografischen Unternehmen.

Seltene Jugendstil-Vase bringt vergessene Krefelder Gießerei J. P. Kayser zurück ins Rampenlicht

Eine seltene Zinnvase aus dem frühen 20. Jahrhundert lenkt neue Aufmerksamkeit auf die historische Krefelder Gießerei J. P. Kayser. Das mit zarten Rosenapplikationen verzierte Stück spiegelt den Jugendstil wider, der die Zinnwaren des Unternehmens einst hochbegehrt machte. Forscher untersuchen nun intensiver das Erbe der Gießerei – darunter auch ihre weniger bekannte Messingproduktion.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

J. P. Kayser wurde 1851 als Zinngießerei gegründet und erlangte schnell Ruhm für sein kunstvoll gestaltetes Zinngeschirr. In den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren waren die Jugendstil-Stücke des Unternehmens unter Sammlern fast schon ein Statussymbol. Die nun wiederentdeckte monumentale Vase entstand nach 1908, wobei jede Zinnrosen-Applikation in Krefeld gegossen und montiert wurde.

Engelbert Kayser, der kreative Kopf hinter vielen Entwürfen, prägte maßgeblich den Ruf der Marke. Seine Werke und andere Kayser-Stücke sind heute unter dem Namen Kayserzinn in Museen und Sammlungen begehrt. Neben Zinn fertigte die Gießerei auch Messinggegenstände – die beiden ältesten bekannten Beispiele sind Weinkühler.

Marilena Calcara, die am Deutschen Messing-Museum (DMM) die Forschung leitet, wird die Rolle des Unternehmens in der Messingherstellung genauer untersuchen. Die Sammlung des Museums umfasst bereits mehrere Messingobjekte mit dem Kayser-Stempel. Um die Erkenntnisse zu vertiefen, bittet das DMM die Öffentlichkeit, Hinweise oder Informationen zu Kayser-Objekten zu teilen.

Die Wiederentdeckung der Vase unterstreicht den anhaltenden Einfluss von J. P. Kayser in der dekorativen Metallverarbeitung. Durch laufende Forschungen und öffentliche Mitwirkung könnten bald weitere Details zur Unternehmensgeschichte – von Zinnwaren bis hin zu Messing – ans Licht kommen. Das Deutsche Messing-Museum strebt an, ein klareres Bild dieses einst bedeutenden Krefelder Herstellers zu zeichnen.

Quelle