Solingen führt flexiblere Mittagsbetreuung für Grundschulkinder ein
Edeltrud WagnerSolingen führt flexiblere Mittagsbetreuung für Grundschulkinder ein
Solingen reformiert sein Mittagsbetreuungssystem für Grundschulen – die Änderungen treten am 1. August 2026 in Kraft. Die Neuerung führt flexible Betreuungsmodelle ein, um Familien zu entlasten und mehr Plätze für Bedürftige zu schaffen. Bürgermeister Daniel Flemm bezeichnete das neue "UMI Flex"-Modell als wichtigen Schritt zur Unterstützung einer modernen Work-Life-Balance.
Die Umstrukturierung folgt landesweiten Vorgaben, nach denen Eltern einen finanziellen Beitrag für die außerschulische Betreuung leisten müssen. Künftig wechseln rund 1.000 Kinder von der Ganztagsbetreuung (OGS) in UMI-Gruppen, wodurch Kapazitäten für Familien mit höherem Betreuungsbedarf frei werden.
Sämtliche bestehende UMI-Gruppen stellen auf ein standardisiertes Modell um, das eine Betreuung bis 14 Uhr umfasst – inklusive der Schulferien. An drei Pilotschulen wird zudem "UMI Flex" erprobt: Hier verlängert sich die Betreuung an zwei Nachmittagen pro Woche bis 15 Uhr. Dieser modulare Ansatz ersetzt starre Zeitpläne und gibt Eltern mehr Flexibilität.
Die Kosten liegen unter denen der OGS: UMI schlägt mit 65 %, UMI Flex mit 70 % des Ganztagsbeitrags zu Buche. Die aktualisierte Gebührenordnung berücksichtigt zudem das Familieneinkommen, um die Beiträge sozial verträglich zu gestalten. Die Stadt betont, dass die Reform Teil der Bemühungen ist, anpassungsfähige und familienfreundliche Betreuungslösungen anzubieten.
Die Neuregelung greift ab August 2026 und bietet günstigere sowie flexiblere Mittagsbetreuung. Durch die Verlegung von Kindern in UMI-Gruppen erhofft sich Solingen, OGS-Plätze für Familien mit längerem Betreuungsbedarf freizumachen. Mit diesem vorausschauenden Konzept will die Stadt die Nachfrage decken und die Kosten für Eltern überschaubar halten.
New Legal Mandate to Boost Full-Day Care for First Graders
Latest reports indicate a legal entitlement for full-day care for first-graders will take effect in the 2026/27 school year. This development:
- Triggers increased demand for childcare services across North Rhine-Westphalia
- Forces cities like Solingen to restructure existing models to free up OGS spots
- Aligns with state reforms requiring mandatory quality evaluations for childcare providers





