Zwei Geflüchtete erzählen in Schildgen von Neuanfang und Hoffnung in Deutschland
Ariane RosenowZwei Geflüchtete erzählen in Schildgen von Neuanfang und Hoffnung in Deutschland
Veranstaltung in Schildgen: Zwei Geflüchtete berichten über ihr neues Leben in Deutschland
Am 28. November findet in Schildgen die Veranstaltung "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" im "Himmel un Ääd" statt. Im Mittelpunkt stehen die persönlichen Geschichten zweier Geflüchteter, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben. Der Abend bietet Einblicke in ihre Erfahrungen von Widerstandskraft und Anpassung und wird begleitet von einer Fotoausstellung, die Geflüchtete porträtiert – darunter auch Habte Abrahle, einer der beiden Referenten.
Habte Abrahle floh aus Eritrea und überstand eine entbehrungsreiche Odyssee durch die Sahara, eingepfercht in einem überfüllten Lastwagen mit kaum Nahrung oder Wasser. 2015 kam er nach Deutschland, wo er zunächst unter prekären Bedingungen lebte: acht Monate in einem Zelt, weitere vier in einem Frachtcontainer.
Durch die Initiative "Willkommen in Schildgen" besuchte er einen Deutschkurs und erwarb das B1-Zertifikat. Zwar war er anfangs mit Rassismus konfrontiert, doch diese Herausforderungen haben sich im Laufe der Zeit verringert. Aufgrund seiner Arbeit hatte er wenig Zeit, seine Sprachkenntnisse weiter zu vertiefen, fand aber durch Praktika als Bäcker und später als Greenkeeper Halt. Heute arbeitet er fest auf einem Golfplatz.
2021 folgte seine Frau nach Deutschland, und das Paar hat mittlerweile drei Kinder. Parallel zu seinem Werdegang ist bis zum 6. Dezember im "Himmel un Ääd" eine Fotoausstellung mit Porträts von Geflüchteten – darunter auch von Abrahle selbst – zu sehen. Die Veranstaltung am 28. November wird von Margret Grunwald-Nonte moderiert; neben Abrahle kommt ein weiterer Geflüchteter zu Wort, um über seine Erfahrungen zu berichten.
Die Veranstaltung wirft Schlaglichter auf die Schwierigkeiten und Erfolge von Geflüchteten, die in Deutschland Fuß fassen. Abrahles Weg – von der lebensgefährlichen Flucht bis hin zu einem gesicherten Arbeitsplatz und Familienleben – spiegelt die zentralen Themen der Ausstellung und der Diskussion wider. Besucher haben bis zum 6. Dezember Gelegenheit, die Fotos zu betrachten und die Berichte aus erster Hand zu hören.






