Gütersloh streitet um Erschließungsbeiträge: Verwaltung legt Widerspruch ein
Uta PatbergGütersloh streitet um Erschließungsbeiträge: Verwaltung legt Widerspruch ein
In Gütersloh ist ein Rechtsstreit über die Erschließungsbeiträge für die Fritz-Blank-Straße und ihre Nebenstraßen entbrannt. Die Stadtverwaltung hat offiziell Widerspruch gegen einen jüngsten Beschluss des Ausschusses für Planung, Bau und Immobilien (APBI) eingelegt. Der Schritt folgt auf eine Pattsituation bei der Abstimmung, in der die von der Verwaltung vorgeschlagene Abrechnungsmethode abgelehnt wurde.
Der Konflikt nahm seinen Anfang während der Sitzung des Ausschusses am 30. Oktober, als Albrecht Pförtner, Leiter des Bauamts, Bedenken vorbrachte. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Fritz-Blank-Straße und die angrenzenden Straßen als eine Einheit für die Abrechnung zu behandeln. Ein unabhängiger Gutachter bestätigte später, dass dieser einheitliche Ansatz rechtlich vorgeschrieben sei.
Der Ausschuss lehnte den Vorschlag jedoch in einer kampflosen Abstimmung ab. Bürgermeister Matthias Trepper legte daraufhin offiziell Widerspruch ein mit der Begründung, der Beschluss verstoße gegen geltendes Recht. Der Einspruch hat die Maßnahme vorläufig blockiert und zwingt den Ausschuss, die Angelegenheit erneut zu prüfen.
Das höchste deutsche Verwaltungsgericht hat in ähnlichen Fällen bereits entschieden, dass Kommunen diese einheitliche Abrechnungsmethode anwenden müssen. Die Stadt besteht nun darauf, dass ihr Vorgehen den rechtlichen Vorgaben entspricht.
Durch den Widerspruch muss der Ausschuss die Abrechnungsmethode für die Fritz-Blank-Straße erneut bewerten. Bis eine neue Entscheidung getroffen wird, bleiben die Erschließungsbeiträge ungelöst. Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen lokaler Selbstverwaltung und rechtlicher Compliance in der Stadtplanung.






