11 April 2026, 04:16

Vonovia fordert Reform der Mietpreisbremse – trotz Rekordgewinn von 3,4 Milliarden Euro

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, identifiziert als das erste Haus in Deutschland, begleitet von Plänen und Text, der seine Struktur beschreibt.

Vonovia-Chef fordert Reform der Mietpreisdeckel-Regelung - Vonovia fordert Reform der Mietpreisbremse – trotz Rekordgewinn von 3,4 Milliarden Euro

Deutschlands größter Wohnungsvermieter Vonovia fordert grundlegende Reform der Mietpreisbremse

Vonovia-Chef Rolf Buch kritisierte das aktuelle System der Mietpreisregulierung als schädlich für den Wohnungsmarkt – während das Unternehmen gleichzeitig starke Finanzzahlen vorlegte.

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Das Unternehmen verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von rund 3,4 Milliarden Euro und drehte damit den Verlust von 592 Millionen Euro aus dem Vorjahr in die Gewinnzone.

Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse begrenzt die Mieten für Neuverträge in angespannten Wohnungsmärkten auf maximal zehn Prozent über dem örtlichen Durchschnitt. Buch bezeichnete die Regelung als "überzogenen Eingriff", der die Wohnungsnot noch verschärfe. Sie schränke Mieten selbst für Gutverdiener in knappen Märkten unangemessen ein.

Trotz seiner Kritik spricht sich Buch nicht für eine vollständige Abschaffung der Mietpreisbremse aus. Stattdessen schlägt er Reformen vor, die einkommensschwache Mieter schützen, gleichzeitig aber flexiblere Preise für andere ermöglichen. Seine Äußerungen fallen mit einem Anstieg der durchschnittlichen Vonovia-Miete auf 8,28 Euro pro Quadratmeter zusammen – ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bundesweit lagen die Mieten Ende September bei durchschnittlich 8,11 Euro pro Quadratmeter. Der finanzielle Turnaround von Vonovia – vom Verlust zu einem Gewinn von 3,4 Milliarden Euro – unterstreicht die starke Position des Unternehmens inmitten der anhaltenden Debatte über die Wohnungspolitik.

Die Forderung nach Reformen spiegelt die grundsätzlichen Spannungen bei der Mietregulierung in Deutschland wider. Während die steigenden Mieten und Gewinne des Konzerns für mehr Marktflexibilität sprechen, bleibt die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Einklang gebracht werden können.

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