Vom Flüchtling zum Familienvater: Ein Neuanfang in Bergisch Gladbach
Hosheen Shekhi kam 2015 als kurdischer Flüchtling aus Damaskus nach Deutschland. Seitdem hat er sich ein neues Leben aufgebaut – er lernte die Sprache, fand Arbeit und gründete eine Familie. Seine Geschichte spiegelt die Erfahrungen von über 1.000 Geflüchteten wider, die seit diesem Jahr in Bergisch Gladbach eine neue Heimat gefunden haben.
Erste Unterstützung erhielt Shekhi in Schildgen, wo etwa 100 Einheimische eine Willkommensinitiative für Geflüchtete ins Leben gerufen hatten. Dort lernte er die Familie Huber kennen und zog Anfang 2016 in ihre Wohngemeinschaft ein. Mit ihrer Hilfe eignete er sich Deutsch an und bestand die B1-Prüfung – ohne einen offiziellen Sprachkurs zu besuchen.
Nach Erhalt seiner Aufenthaltserlaubnis 2018 zog Shekhi vorübergehend nach Niedersachsen, kehrte später aber ins Rheinland zurück und ließ sich wieder in Schildgen nieder. Er absolvierte ein Praktikum bei Foto Huber, entschied sich jedoch gegen eine Karriere als Fotograf. Stattdessen begann er 2023 bei der Arbeitsagentur zu arbeiten.
Mittlerweile ist Shekhi verheiratet, hat ein neun Monate altes Baby und spricht zu Hause Deutsch. Die meisten seiner Freunde sind Deutsche. Seine Geschichte zeigt, wie gemeinschaftliche Unterstützung und persönlicher Wille seine Integration geprägt haben.
Shekhis Weg – vom Flüchtling zum Einwohner, Arbeitnehmer und Vater – unterstreicht die langfristige Wirkung lokaler Willkommensinitiativen. Mit seinen Sprachkenntnissen und einem festen Job hat er in Deutschland Fuß gefasst, während er die Verbindung zu der Gemeinschaft hält, die ihn einst aufgenommen hat.






