11 April 2026, 02:17

Mordprozess in Krefeld: Afghanischer Angestellter soll Chef erstochen haben

Schwarzes und weißes Gerichtssaaldiagramm, das eine Person mit einem Buch zeigt, eine Gruppe, die sitzt, und einen Zug im Hintergrund, betitelt "Die Eisenbahnkatastrophe von Brighton - Notizen im Gericht während des Prozesses gegen Percy Leffroy Mapleton."

Mordprozess in Krefeld: Afghanischer Angestellter soll Chef erstochen haben

Ein 25-jähriger Mann aus Afghanistan steht seit Dienstag vor dem Landgericht Krefeld, wo er sich wegen des Mordes an seinem Vorgesetzten verantworten muss. Die Tat ereignete sich im Mai vergangenen Jahres in einer Filiale der Modekette New Yorker in der Krefelder Innenstadt. Dem Angeklagten droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die erste Verhandlung dauerte jedoch nur wenige Minuten, ohne dass bereits Zeugen gehört wurden.

Der Vorfall spielte sich kurz vor Ladenschluss im Pausenraum des New Yorker-Geschäfts ab. Der Angeklagte soll seinen 42-jährigen Chef mehrfach mit einem Messer attackiert und dabei tödliche Verletzungen zugefügt haben. Zahlreiche Freunde und Kollegen des Opfers verfolgten den Prozessauftakt – ein Zeichen für das große öffentliche Interesse an dem Fall.

Die Staatsanwaltschaft verlas die Anklageschrift wegen Mordes, verzichtete in der kurzen Eröffnungssitzung jedoch auf die Vernehmung von Zeugen. Der Angeklagte schwieg während der gesamten Verhandlung; sein Verteidiger kündigte an, dass eine offizielle Stellungnahme erst in der nächsten Sitzung am 20. November erfolgen werde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Psychiatrische Gutachten deuten darauf hin, dass der Beschuldigte an paranoider Schizophrenie leidet, was seine Schuldfähigkeit infrage stellen könnte. Falls er für schuldig befunden wird, droht ihm statt einer Haftstrafe möglicherweise eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung auf unbestimmte Zeit.

Die Verhandlungen werden mit weiteren Terminen fortgesetzt. Die endgültige Entscheidung über die Schuldfähigkeit des Angeklagten und ein mögliches Strafmaß hängt von den psychiatrischen Begutachtungen sowie den Zeugenaussagen ab. Die nächste Sitzung ist für den 20. November angesetzt, wo die Verteidigung eine Erklärung abgeben wird.

Quelle