17 March 2026, 06:20

NRW stockt Mittel für queere Politik auf – mehr Geld für HIV-Prävention und CSD-Paraden

Eine große Gruppe von Menschen mit Fahnen und Schildern vor einem Gebäude während einer LGBTQ+-Rechtsdemo in Berlin, mit Gebäuden, einem Kran und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

NRW stockt Mittel für queere Politik auf – mehr Geld für HIV-Prävention und CSD-Paraden

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat eine Aufstockung der Mittel für queere Politikinitiativen angekündigt. Die schwarz-grüne Koalition wird die Ausgaben 2026 erhöhen und damit frühere Kürzungen rückgängig machen sowie die Unterstützung für LGBTQ+-Communities ausbauen. Schwerpunkte liegen auf der HIV-Prävention, der Jugendarbeit und Gemeinschaftsveranstaltungen wie den Christopher-Street-Day-Paraden.

Das Land wird die Kürzungen bei HIV-Präventionsprogrammen zurücknehmen, sodass Aidshilfe-Organisationen ihre Arbeit ausweiten können. Auch die Förderung der Fachstelle für Regenbogenfamilien steigt um 160.000 Euro.

Zuschüsse für unabhängige queere Gruppen und Gemeinschaftsprojekte erhöhen sich 2025 um 417.000 Euro. Zwar ist noch unklar, wie viele Organisationen konkret profitieren werden, doch das Ziel ist die Stärkung lokaler Netzwerke. Spezialisierte Einrichtungen wie das Queer-Netzwerk und psychosoziale Beratungsstellen erhalten weiterhin ihre bisherige Förderung.

Die Jugendarbeit bleibt ein zentraler Schwerpunkt – mit fortlaufender Unterstützung für Beratungsangebote und sichere Begegnungsräume. Die finanzielle Förderung für Christopher-Street-Day-Veranstaltungen bleibt bei 3.000 Euro pro Parade, doch das erweiterte Budget könnte 2026 mehr Demonstrationen ermöglichen.

Die Änderungen treten ab 2025 in Kraft, mit weiteren Steigerungen für 2026. HIV-Prävention, Jugenddienste und Gemeinschaftsprojekte erhalten mehr Ressourcen. Die Entscheidung der Landesregierung folgt Forderungen nach einer verstärkten Unterstützung queerer Initiativen im gesamten Bundesland.

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