30 Jahre nach dem Mord an einer Flugbegleiterin: Lebenslänglich für Täter aus Bonn
Mord an Flugbegleiterin vor 33 Jahren: lebenslange Haft in Bonn - 30 Jahre nach dem Mord an einer Flugbegleiterin: Lebenslänglich für Täter aus Bonn
Ein 59-jähriger Mann ist wegen des Mordes an einer 29-jährigen Flugbegleiterin in Bonn vor über 30 Jahren verurteilt worden. Der Fall, der jahrzehntelang ungelöst blieb, wurde mithilfe moderner forensischer Methoden wiederaufgenommen. Der Angeklagte gestand, die Frau im Oktober 1992 in ihrer Wohnung in Bonn zu vergewaltigen und zu töten.
Das Opfer wurde tot in ihrer Erdgeschosswohnung im Bonner Stadtteil Bad Godesberg aufgefunden. Eine spätere Obduktion bestätigte, dass sie durch massive Gewalteinwirkung ums Leben gekommen war. Zwar geriet der Verdächtige bereits damals in Zusammenhang mit einem Brand in der Wohnung in den Fokus der Ermittler, doch kam es nie zu einer Anklage.
Ermittler der Bonner 'Cold-Case'-Einheit nahmen den Fall mit fortschrittlichen forensischen Techniken erneut unter die Lupe. Ihre Arbeit führte im Mai vergangenen Jahres zur Festnahme des Mannes. Während des Prozesses forderten die Staatsanwälte eine lebenslange Freiheitsstrafe, während die Verteidigung maximal zehn Jahre Haft plädierte.
Das Landgericht Bonn verurteilte den Angeklagten schließlich zu lebenslanger Haft. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig und kann daher noch angefochten werden.
Dieser Fall reiht sich in eine weitere jüngste Aufklärung in Nordrhein-Westfalen ein: Im Februar 1991 war Heike Kötting in Dortmund ermordet worden, doch die ursprünglichen Ermittlungen scheiterten an verlorenen Beweismitteln. Moderne Forensik brachte den Fall nun – 32 Jahre später – zur Lösung.
Die Verurteilung bringt einen jahrzehntealten Mordfall zu einem Abschluss. Geständnis und forensische Beweise sicherten die lebenslange Strafe. Der Fall zeigt, wie neue Technologien alte, ungelöste Verbrechen wieder aufklären können.
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