EU-Projekt revolutioniert Hochvolt-Antriebe für schnellere Elektroautos
EU-Projekt revolutioniert Hochvolt-Antriebe für schnellere Elektroautos
EU-gefördertes Projekt treibt Entwicklung von Hochvolt-Antrieben für Elektrofahrzeuge voran
Ein neues, von der EU finanziertes Projekt beschleunigt die Entwicklung von Hochvolt-Antriebssystemen für Elektroautos. Forscher der Fachhochschule Dortmund leiten die Initiative und arbeiten dabei mit Industriepartnern wie Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen zusammen. Ziel ist es, Elektrofahrzeuge effizienter und schneller ladbar zu machen – bei gleichzeitiger Einhaltung hoher Sicherheitsstandards, die mit den technologischen Fortschritten Schritt halten.
Im Mittelpunkt des ODYSSEV-Projekts steht die Entwicklung eines skalierbaren Hochvolt-Antriebssystems, das auf einem speziellen Elektromotor und einem flexibel konfigurierbaren Akkupack basiert. Durch den Betrieb mit höheren Spannungen lässt sich die Energieübertragung optimieren: Die Fahrzeuge laden schneller, es werden dünnere Kabel benötigt, und Wärmeverluste reduzieren sich. Dennoch gibt es noch Hürden zu überwinden, etwa bei der Isolierung, den Grenzen heutiger Halbleitertechnik und der Wärmeentwicklung in den Batterien während des Schnellladens.
Bevor die Technologie im Realbetrieb getestet wird, setzt das Team auf digitale Modellierung und Simulationen, um die Systeme zu verfeinern. Diese virtuelle Optimierung beschleunigt die Entwicklung – von der Halbleiterforschung bis zur finalen Integration in zentrale Komponenten. Noch in diesem Jahr soll der erste physische Prototyp auf der Teststrecke LaSiSe in Selm erprobt werden.
Das Projekt vereint akademisches Know-how mit industrieller Erfahrung. Das nächste Koordinationstreffen ist für Juni an der Fachhochschule Dortmund geplant. Die Partner wollen die Einführung von Hochvolt-Technik in Elektrofahrzeugen vorantreiben und gleichzeitig strenge Sicherheitsrichtlinien für künftige Systeme definieren.
Die ODYSSEV-Initiative ist ein wichtiger Schritt hin zu effizienteren Elektroautos mit kürzeren Ladezeiten. Die Tests auf dem LaSiSe-Gelände werden praxisnahe Daten liefern, um die Technologie weiter zu verbessern. Bei Erfolg könnte das Projekt die Gestaltung und Umsetzung von Hochvolt-Systemen in der gesamten Automobilbranche prägen.
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