Sprengung des letzten RWE-Schornsteins in Ibbenbüren markiert das Ende einer Ära
Ariane RosenowSchornstein des Kraftwerks Ibbenbüren wird gesprengt - Sprengung des letzten RWE-Schornsteins in Ibbenbüren markiert das Ende einer Ära
Das letzte Stück des alten Steinkohlekraftwerks von RWE in Ibbenbüren verschwindet an diesem Sonntag. Ein 275 Meter hoher Schornstein – das letzte sichtbare Wahrzeichen der Anlage – soll gesprengt werden. Seit der Stilllegung des Kraftwerks im Jahr 2021 wird das Gelände schrittweise zurückgebaut.
Der Schornstein ist die letzte große Struktur, die abgerissen wird. Bereits im April 2025 waren der Kühlturm und das Kesselhaus abgerissen worden. RWE hatte seine beiden letzten Steinkohlekraftwerke in Deutschland, darunter auch das in Ibbenbüren, bereits 2021 vom Netz genommen.
Die Hagedorn Group übernahm das Gelände 2023 und wird es bis Sommer 2026 an den Übertragungsnetzbetreiber Amprion übergeben. Zuvor müssen jedoch die verbleibenden Trümmer zerkleinert, sortiert und recycelt werden.
Amprion plant auf dem Areal den Bau einer Konverterstation, die ab 2031 Windstrom aus Nordsee-Offshore-Windparks in das Stromnetz von Nordrhein-Westfalen einspeisen soll.
Die Sprengung markiert das Ende einer Ära für das alte Kraftwerk. Sobald das Gelände geräumt ist, wird es der Infrastruktur für erneuerbare Energien dienen. Die Konverterstation soll bis 2031 die Anbindung der Region an die Offshore-Windparks stärken.
