22 February 2026, 08:32

NRW-Einzelhandel 2025: Fast die Hälfte der Händler mit sinkenden Umsätzen kämpft

Ein belebter Marktplatz in einer Stadtstraße mit Fahrzeugen, Passanten und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

NRW-Einzelhandel 2025: Fast die Hälfte der Händler mit sinkenden Umsätzen kämpft

Schule in Nordrhein-Westfalen erlebten 2025 ein schwieriges Jahr

Fast die Hälfte der Händler in Nordrhein-Westfalen (NRW) verzeichnete 2025 geringere Umsätze als im Vorjahr. Selbst die Weihnachtszeit, normalerweise die umsatzstärkste Phase, enttäuschte über die Hälfte der Unternehmen – trotz leichter Verbesserungen der Verbraucherstimmung blieb die Kaufbereitschaft schwach. Die Probleme in Krefeld spiegeln einen bundesweiten Trend wider und werfen Fragen zur Zukunft des stationären Handels auf.

Im Vergleich zu 2024 verzeichnete der Einzelhandel in NRW 2025 einen deutlichen Rückgang: Fast 49 Prozent der Betriebe meldeten sinkende Erlöse, nur 19 Prozent konnten wachsen, und ein Drittel blieb auf Vorjahresniveau. Insgesamt zeigten sich 57 Prozent der Händler unzufrieden mit ihrer Geschäftsentwicklung – besonders nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft, das 56 Prozent schlechter bewerteten als 2024.

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Mehr Kunden, aber keine höheren Umsätze in Krefeld Die Krefelder Hochstraße verzeichnete 2025 zwar rund 180.000 zusätzliche Besucher, doch der höhere Fußgängeraufkommen führte nicht zu mehr Umsatz. Lokale Händler machten vor allem schrumpfende Haushaltsbudgets, steigende Kosten und Verzögerungen bei städtischen Projekten für die schwache Nachfrage verantwortlich. Hohe Mindestlöhne, explodierende Preise und übermäßige Bürokratie verschärften die Lage zusätzlich.

Bundesweite Schwächephase im Einzelhandel Die Herausforderungen beschränkten sich nicht auf Krefeld: Bundesweit sanken die Umsätze im Möbelhandel um 3,4 Prozent, während die Erzeugerpreise im Schnitt um 1,2 Prozent fielen – beides Indizien für eine schwache Nachfrage. Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten lasteten schwer auf der Branche: 63 Prozent der Händler nannten diese Faktoren als Hauptgründe für das zurückhaltende Kaufverhalten. Trotz einer leichten Aufhellung der Verbraucherstimmung blieb die Ausgabebereitschaft verhalten.

Vorsichtiger Blick auf 2026 Für das kommende Jahr rechnen mehr als die Hälfte der NRW-Händler mit Stagnation, während knapp ein Drittel auf Wachstum oder stabile Umsätze hofft. Experten betonen, dass langfristiger Erfolg von einer stärkeren Verbraucherzuversicht, stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, besseren digitalen Lösungen und einem attraktiveren Einkaufserlebnis vor Ort abhängt.

Einzelhandel bleibt unter Druck Die Branche in NRW und ganz Deutschland steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Mit mehr als der Hälfte der Betriebe, die 2025 Rückgänge meldeten, und verhaltener Hoffnung für 2026 hängt die Erholung des Sektors von der allgemeinen wirtschaftlichen Stabilität und Anpassungsfähigkeit ab. Bis dahin prägen steigende Kosten, schwache Nachfrage und externe Belastungen ein schwieriges Umfeld für den Handel.