05 February 2026, 01:01

Neue PSA-Tests sollen Prostatakrebs bei Männern früher erkennen – doch viele meiden die Vorsorge

Ein Mann in einer blauen Uniform sitzt vor einem Urinal auf dem Boden und hält eine Pfeife in der Hand, umgeben von Reinigungswerkzeugen und -mitteln, mit Urinalen links und einem Fenster rechts.

Wann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Neue PSA-Tests sollen Prostatakrebs bei Männern früher erkennen – doch viele meiden die Vorsorge

Prostatakrebs bleibt die häufigste Krebserkrankung bei Männern und ist gleichzeitig die zweit tödlichste. Dennoch nehmen weniger als einer von fünf Männern unter 60 Jahren regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teil. Neue Leitlinien empfehlen nun den PSA-Bluttest als Hauptmethode zur Früherkennung – anstelle der älteren körperlichen Untersuchungen.

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Experten raten Männern, in den mittleren Vierzigern einen ersten PSA-Basiswert bestimmen zu lassen. Dies hilft, das individuelle Risiko einzuschätzen und künftige Untersuchungsintervalle festzulegen. Werte von 1,5 oder darunter bedeuten, dass der nächste Test erst in fünf Jahren nötig ist, während Ergebnisse zwischen 1,5 und 3 alle zwei Jahre kontrolliert werden sollten. Ein Wert über 3 oder ein starker Anstieg des PSA-Spiegels kann auf Prostatakrebs hindeuten.

Viele Männer meiden Vorsorgeuntersuchungen aus Unbehagen vor der digitalen rektalen Untersuchung. Der PSA-Test macht dieses Verfahren jedoch in den meisten Fällen überflüssig. Regelmäßige urologische Kontrollen helfen zudem, Krebs in Blase, Hoden oder Nieren frühzeitig zu erkennen – Erkrankungen, die oft lange keine Symptome zeigen.

Trotz dieser Vorteile lässt sich laut Deutscher Krebshilfe nur etwa jeder sechste Mann regelmäßig vom Urologen untersuchen. Aktuelle Daten dazu, wie sich die Vorsorgequote bei Männern unter 60 in den letzten fünf Jahren entwickelt hat, liegen nicht vor.

Die Umstellung auf PSA-Tests soll die Früherkennung von Prostatakrebs verbessern. Klare Vorgaben zu den Untersuchungsabständen könnten mehr Männer zu regelmäßigen Kontrollen motivieren. Dennoch bleibt die Teilnahmequote niedrig, sodass viele Fälle erst in späteren Stadien entdeckt werden.